Walter Sonderer
gründete vor 21 Jahren die Toggenburger und See & Gaster Zeitung.
«Ils Fränzlis da Tschlin» streunen mit Lust und Freude durch alle möglichen und unmöglichen Musikstile.
«Ils Fränzlis da Tschlin» verbinden traditionelle Engadiner Volksmusik mit Wiener Klängen und überraschenden Ausflügen in andere Musikstile. Am 31. Oktober bringen die fünf Musiker ihr Programm «Von Tschlin nach Wien» in den Kulturtreff Rotfarb in Uznach.
Uznach «Ils Fränzlis da Tschlin» wird nachgesagt, sie hätten sogar Heimweh, wenn sie zu Hause sind. Mit ihrem Programm «Von Tschlin nach Wien» stillen die fünf Virtuosen diese Sehnsucht und reisen musikalisch zwischen
Engadin und Wien. Zu hören sind flotte Märsche, Jodler, Traditionelles und neue Kompositionen – vielleicht die Traditionals von morgen. «Ils Fränzlis da Tschlin», das sind Domenic, Anna Staschia, Cristina, Madlaina und Curdin Janett mit Klarinette, Geige, Cello, Bratsche und Kontrabass. Ausgehend von der traditionellen Engadiner Volksmusik streunen die fünf mit Lust und Freude durch alle möglichen und unmöglichen Musikstile, springen dem Kitsch manchmal nur um Haaresbreite von der Schippe, um sich dann wiederum auf gefährlich schräges Terrain zu wagen. Ihr Vorbild ist der blinde Unterengadiner Geiger Franz-Joseph «Fränzli» Waser (1858–1895). Dieser fiedelte sich mit seinen Brüdern und Kumpanen im vorletzten Jahrhundert durchs Engadin und geigte unverzagt, was ihm und dem Publikum gefiel. Wo sie auftauchten, wurde bis in die Morgenstunden getanzt – sogar die eine oder
andere filmreife Wirtshausschlägerei ist überliefert (oder gut dazu erfunden). Im Gedenken an den jenischen «Ur-Fränzli» und mit dem Kopf voller neuer Ideen ziehen die «Fränzlis» des 21. Jahrhunderts nun durch die ganze Schweiz und das nahe Ausland und machen eine ebenso zeitgenössische wie tief verwurzelte Engadiner Weltmusik. Am Samstag, 31. Oktober, treten sie um 20.30 Uhr im Kulturtreff Rotfarb in Uznach auf. Tickets und weitere Informationen unter: www.rotfarb.ch.
pd
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